Manly

Manly ist einer meiner lieblings Stadtteile in Sydney. Es ist wie ein kleiner Ferienort mit einem langen Hauptstrand und einer schönen Einkaufsstraße.

Manlys Haupteinkaufsstraße
Manly beach

Zudem gibt es mehrere Walks von Manly aus, die an der Küste entlang führen und schöne Ausblicke bieten. Um nach Manly zu kommen kann man vom Circular Quay aus eine Fähre nehmen und dabei das perfekte Touribild schießen mit Opera House, Harbour Bridge und der Skyline Sydneys.

Ausblick von der Manly-Fähre aus

Auf dem Rückweg kann man mit Glück das ganze sogar mit Sonnenuntergang sehen!

Manly Beach

Spit to Manly Walk: ca. vier Stunden von der sogenannten Spit-Bridge bis nach Manly an der Küste entlang

North Head: Ausblick auf die Skyline Sydneys

 

Bondi

Bondi ist ein Stadtteil von Sydney und bekannt für seinen berühmten Strand. Daher ist dieser bei gutem Wetter ziemlich voll. Der Strand und das Meer sind ziemlich schön aber dafür dass er so berühmt ist, hatte ich ehrlich gesagt etwas mehr erwartet. Trotzdem war ich schon einige male dort, da er nur 30 Minuten vom Hostel entfernt ist.

Zwischen Bondi und Coogee gibt es den Bondi to Coogee Walk der ca. 2 Stunden lang von einem Strand zu einem anderen führt. Der Walk geht an der Küste entlang und vorbei an mehreren kleinen Stränden und Klippen mit schönen Ausblicken.

Als ich mit zwei Freundinnen den Walk gegangen bin, wurden wir von einem Österreicher angesprochen. Er hatte ein Haus direkt am Walk mit Blick auf das Meer. Spontan lud er uns zu sich und seinem Kumpel auf einen Wein ein. Wir waren erst etwas skeptisch aber beschlossen dann die Einladung anzunehmen, da der Typ nicht sehr gefährlich erschien. So gönnten wir uns einen leckeren und ziemlich teuren Wein, während wir die Sonne hinter dem Meer untergehen sahen. Der Tag hätte schlimmer ausgehen können.

Blue Mountains

Die Blue Mountains sind zwei Stunden von der Stadt entfernt.  Es ist ein großer Nationalpark mit vielen schönen (und anstrengenden) Wanderwegen durch die blauen Berge. Die Berge erscheinen tatsächlich blau, aufgrund von den Abdünsten der Eukalyptusbäumen.

Als ich zum ersten Mal die Blue Mountains gesehen habe war ich echt beeindruckt! Es sieht aus wie eine riesengroße, weite, unendliche Schlucht bedeckt mit bläulichen Wäldern!

Das erste Mal war ich mit Vicky und Pia einer Freundin die ich in Noosa kennengelernt habe dort und beim zweiten Mal mit Camille. Es war jedes Mal beeindruckend aber auch anstrengend, vor allem in der Hitze!

 

Big city life

Seit sieben Wochen bin ich nun schon in Sydney. Ursprünglich hatte ich geplant hier ca. einen Monat lang zu arbeiten und dann weiter zu fahren. Wie so oft auf der Reise haben sich meine Pläne geändert.

Hier in Sydney gefällt es mir momentan echt super! Ich habe einen Job in einem Sushi takeaway Shop, habe gute Freunde im Hostel gefunden und kann in meiner Freizeit Sydney erkunden, zum Strand fahren oder einfach im Hostel chillen.

Das hat mich auf die Idee gebracht einfach noch ein paar Monate in Sydney zu arbeiten und meine Reise um ein halbes bis ganzes Jahr zu verlängern. Somit hätte ich mehr Zeit und Geld zum Reisen und könnte viel mehr sehen als ursprünglich geplant!

Zudem mag ich Sydney echt gerne! Es ist sehr vielfältig und es gibt sehr vieles zu sehen und zu unternehmen. Es gibt hier tolle Strände und schöne Parks und Wiesen zum abhängen. Wenn man genug vom Trubel der Großstadt hat kann man in nur wenigen Stunden in die Blue Mountains oder andere Nationalparks fahren!

Hyde Park – schöner Park zum entspannen mitten in der Stadt und nur 10 Minuten vom Hostel entfernt

Vor drei Wochen ist auch Camille Nach Sydney gekommen und hat hier kurz gearbeitet. Unsere Wege kreuzen sich einfach immer wieder! Dafür haben sich Vickys und mein Weg leider wieder getrennt.

Obwohl es so viele Abschiede auf der Reise gibt ist es jedes mal wieder traurig. Dafür lernt man dann wieder neue Leute kennen, sodass es ein ständiger Wechsel ist! Es ist auf der einen Seite interessant und lustig aber auf der anderen Seite kann es auch manchmal anstrengend sein.
Daher ist es ganz angenehm hier im Hostel Freunde zu haben die wie ich noch etwas länger bleiben! Es fühlt sich fast so an als hätte ich hier ein „normales“ Leben! Unter der Woche arbeite ich und in meiner Freizeit und am Wochenende unternehme ich was mit Freunden.

 

Chaotisches Ende

Die Strecke von Yamba nach Sydney konnten wir zum Glück wieder mit dem Bus fahren. Es gab nur einen Haken. Der einzige noch verfügbare Bus fuhr erst um 14:00 Uhr mittags in Yamba ab. So kamen wir nach 11 Stunden Busfahrt am 31. Dezember um 1:00 Uhr morgens in Sydney am Hauptbahnhof an.

Obwohl ich normalerweise in Bussen immer schlafen kann, hatte ich diesmal nur zwei Stunden geschlafen. Vicky ging es genauso. Seltsamerweise waren wir trotzdem nicht müde. Da wir keine Unterkunft für die Nacht gebucht hatten, gingen wir mit unserem ganzen Gepäck zum nächsten KFC der zum Glück noch auf hatte. Neben besoffenen Backpackern die uns ständig auf unser Gepäck ansprachen, gönnten wir uns erst einmal Pommes und Burger.

um 3 Uhr morgens bei KFC (keine Ahnung wer die Typen im Hintergrund sind..)

Als dann um 6:00 Uhr morgens KFC geschlossen wurde, fuhren wir mit der Bahn zum Flughafen. Unsere Unterkunft würde nämlich erst ab 9:00 Uhr verfügbar sein und hatte keine Dusche. Im Flughafen duschten wir uns in den erstaunlich sauberen Duschen, luden unsere Handys auf und warteten bis kurz vor neun. Dann konnten wir endlich zu unserer Unterkunft! So richtig gefreut haben wir uns aber nicht, denn die Unterkunft bestand aus einem kleinen Fiat Punto der für die nächsten zwei Nächte unser Hostelersatz sein sollte!

Unsere Unterkunft!
so schläft es sich in einem Fiat Punto

Silvester in Sydney ist sehr beliebt, sodass die Unterkunftspreise drastisch steigen. Da wir auch noch ziemlich spät gebucht hatten, waren nur noch Hostels ab 75$ pro Nacht verfügbar.
Vicky und ich hatten beide etwas Angst davor zu fahren… Wir waren noch nie im Linksverkehr gefahren und sollten das jetzt auch noch in einer Riesenstadt wie Sydney zum ersten mal tun! Es klappte aber einfacher als erwartet.

Um am Abend eine gute Aussicht auf das Feuerwerk zu haben, wollten wir schon ab Mittag zum Aussichtspunkt gehen. Davor mussten wir aber erstmal stundenlang in Sydney herumfahren Bis wir dann zufällig einen kostenlosen (!) Parkplatz fanden, nur 20 Minuten vom Aussichtspunkt entfernt! Dieser bestand aus einer Wiese, mit Blick auf die Harbour Bridge. Dort angekommen konnten wir uns erstmal ein paar Stunden ausruhen. Schließlich fand das erste Feuerwerk erst um 21:00 Uhr statt und das richtige sowieso erst Um Mitternacht. Wir hatten schon über 24 Stunden lang nicht geschlafen abgesehen von den zwei Stunden im Bus! Und wir hatten noch mehr als 8 Stunden zu warten bis Mitternacht! Wir vertrieben uns die Zeit mit essen, Musik hören und reden. Irgendwann überkam uns die ganze Müdigkeit von den letzten Stunden und wir schliefen beide ein.

unser Aussichtspunkt

Eigentlich hatten wir geplant mit Freunden zu feiern. Diese landeten aber aus irgendeinem Grund an einem anderen Aussichtspunkt. Als wir dann dorthin liefen, war die Zone schon abgesperrt, da es schon zu voll dort war. Also hatten wir umsonst unseren Guten Platz auf der Wiese aufgegeben und mussten nun einen neuen Platz dort finden. Glücklicherweise war noch etwas frei und wir hatten sogar eine bessere Sicht als vorher!

Da Silvester war, hatten wir natürlich auch Alkohol dabei. Dieser ist aber in Australien an öffentlich Plätzen verboten. Also kam die Polizei mindestens vier mal zum Aussichtspunkt und kontrollierte die Menschen nach Alkohol. Jedes Mal hatten wir Glück und wurden nicht kontrolliert. Sogar Familien mit Kindern die direkt neben uns saßen mussten ihre Taschen leeren! Entweder wir hatten viel Glück oder wir sahen sehr sehr unschuldig aus!

Als es gegen kurz nach acht langsam dunkel wurde konnten wir eine sehr schöne Aussicht genießen. Die Skyline Sydneys war erst leicht rot gefärbt von der unter gegangenen Sonne bevor es dunkel wurde und die Lichter der Stadt anfingen zu leuchten!


Kurz vor Mitternacht schliefen wir beide nochmal ein. Glücklicherweise wachten wir noch vor dem Countdown auf und konnten nach ziemlich chaotischen Stunden ein wunderschönes Feuerwerk betrachten!

die Harbour Bridge in Flammen!

Daumen hoch

Einen Tag vor unserer Abreise aus Byron Bay wollten Vicky und ich unsren Bus nach Yamba, unserem nächsten Ziel, buchen. Normalerweise war es kein Problem gewesen so kurzfristig zu buchen aber um diese Zeit waren wir leider nicht die einzigen die die Ostküste Richtung Sydney fuhren, da die meisten Neujahr in Sydney feiern wollten.

Also erstellten wir bei Facebook eine Anzeige, dass wir jemanden suchten der am nächsten Tag von Byron nach Yamba fuhr. Es meldete sich daraufhin ein deutscher Backpacker. Schon seine ersten Nachricht: “Hey ich hab noch Platz für zwei Hübsche :-* “ fand ich etwas unsympathisch. Da wir aber schon unser Hostel gebucht hatten und in Byron alles vollgebucht war, mussten wir irgendwie nach Yamba kommen. Im Verlauf des Gesprächs kam uns der Typ aber immer unsympathischer und seltsamer vor, sodass wir schlussendlich sein Angebot ablehnten.

Am nächsten morgen als wir auscheckten hatten wir immer noch keinen Plan. An der Rezeption unseres Hostels fragten wir nach einer Bus- oder Bahnverbindung. Die einzige Verbindung die es gab, war schon um fünf Uhr morgens abgefahren, sodass diese Option auch wegfiel.

Also sahen wir als letzte Möglichkeit das Trempen. Der Rezeptionist sagte uns, dass nach seiner Meinung trempen in Australien ziemlich sicher sei aber es nur eine schlechte Person unter den Fahrern geben muss… Genau das machte uns Sorgen. Ich war zwar schon einmal getrempt aber da hatte es sich nicht um eine 90 minütige Autofahrt gehandelt. Trotzdem entschieden wir uns es auszuprobieren.

Nach dem Mittagessen liefen wir mit unserem ganzen Gepäck zu einer nahegelegenen Straße, von welcher wir zum Highway kommen wollten. Schon nach 10 Minuten nahm uns ein anfang 50 Jähriger Australier mit. Während er uns die 10 Minuten zum Highway mitnahm, brachte er uns einige englische Redewendungen bei und redete mit uns über Flüchtlinge in Deutschland. Positiv überrascht von dem schnellen Erfolg stellten wir uns mit unserem selbstgemalten Yamba-Schild hochmotiviert an die Einfahrt zum Highway Richtung Yamba. Nach 20 Minuten ohne Erfolg nahm unsere Motivation langsam ab und wir fragten uns schon was wir uns dabei gedacht hatten… Es gab zwar viele Leute die uns zuhupten oder zuwunken aber das half uns leider nicht weiter.

Nach 50 Minuten hielt endlich jemand an der in unsere Richtung fuhr! Er konnte uns zwar nur 15 Minuten zur nächsten Stadt Ballina fahren aber wir waren glücklich unserem Ziel etwas näher zu kommen. Dort mussten wir uns wieder an die Highway-Einfahrt stellen und wieder warten. Nach 15 Minuten schon hielt eine mitte 40 Jährige Australierin an. Sie konnte uns leider auch nur ein kleines Stückchen mitnehmen aber wir nahmen ihr Angebot dankbar an.

Der nächste Ort war noch ca. eine Stunde von Yamba entfernt. Als wir am Straßenrand standen und die Autos mit 80 km/h an uns vorbei rasten, wurden wir etwas unsicher. Doch schon nach fünf Minuten hielt Kin, ein mitte zwanzig Jähriger Backpacker aus Hong Kong an. Erfreut stieg er aus dem Auto und erzählte uns, dass wir die ersten Personen seien, die er mitnehme. Da sein Auto ziemlich vollgestellt war, räumte er extra seine Sachen zusammen um uns und unserem Gepäck platz zu machen. Obwohl Yamba etwas außerhalb des Highways lag, brachte er uns direkt vor die Tür des Hostels, welches er schon kannte! Während der Fahrt unterhielten wir uns über dies und das und hörten dabei alte Lieder von Justin Timberlake.

Kins Auto

Als wir endlich in Yamba ankamen, waren wir beide etwas erschöpft aber sehr glücklich und stolz auf uns! Obwohl wir zwischendrin etwas unsicher waren, hat es auch Spaß gemacht und wir haben nette Leute kennen gelernt!

Yamba
Yamba
Yamba
Yambas Leuchtturm

Reiseblog über meine Weltreise