Archiv der Kategorie: USA

Auf Wiedersehen Hawaii

Während ich diesen Eintrag schreibe, sitze ich im Honolulu Flughafen und warte auf das Boarding. Die erst halbstündige Verspätung hat sich nun auf zweieinhalb verlängert. Und dafür bin ich heute um 4:00 Uhr morgens aufgestanden?!
Obwohl ein großer tropischer Sturm in Hawaii erwartet wird, sieht das Wetter nach einem perfekten Strandwetter aus. Die Sturmwarnung ist aber nicht der Grund für die Verspätung, sondern irgendein technisches Problem.

Gestern hatte ich einen perfekten letzten Tag in Hawaii! Tagsüber habe ich zum zweiten Mal den Manoa Hike gemacht. Diesmal war  ich unterwegs mit zwei Deutschen, die ich im Hostel kennengelernt hatte. Statt des kurzen Wegs von letztem Mal sind wir einen kleinen Nebenpfad gehikt. Es ging insgesamt ca. 4 Stunden durch sehr matschigen, unebenen, rutschigen Regenwald.

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was für ein Weg...
was für ein Weg…

Zur Belohnung haben wir uns ein Bad im Becken des Manoa Falls gegönnt. Es ist zwar nicht erlaubt aber sehr erfrischend!

Manoa Fall
Manoa Fall

Zum Abschluss meines letzten Tages in Hawaii haben wir uns in China Town etwas zu Essen geholt und uns ans Ufer gesetzt. Während die Sonne unterging und den Himmel und das Meer verfärbte habe ich mein letztes Abendessen in Hawaii genossen!

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21. August: Makapuu Lighthouse Trail

Hiken ist auf meiner Reise echt zum Hobby geworden. Während ich in Deutschland nie gehikt bin tue ich es jetzt ständig. Ich kann einfach viel mehr schöne Dinge und Landschaften zu Fuß sehen und tue gleichzeitig noch etwas für meine Fitness und meinen Teint 😉. Wenn dann auch noch nette Leute dabei sind macht es das ganze noch lustiger. Wobei ich es auch manchmal genieße alleine zu hiken und die Ruhe zu genießen.

Der heutige Wanderwege hieß Makapuu Lighthouse Trail, da er an einem Leuchtturm vorbei führt. Der Weg bringt einen auf die Spitze eines kleinen Bergs, von dem man aus einen schöne Aussicht auf einige kleine Inseln im Meer und die umliegenden Berge hat. Man kann in der Ferne auch den Koko Head und den Diamond Head sehen.

nach diesem kleinen Leuchttürmchen ist der ganze Trail benannt
nach diesem kleinen Leuchttürmchen ist der ganze Trail benannt

Zusammen mit Martina, einer kanadischen Arbeiterin auf der Farm, bin ich mit dem Bus zum Trail gefahren. Gerade als ich aussteigen wollte, hat hinter mir plötzlich jemand meinen Namen gerufen. Und wer stand hinter mir? Sara, die vor ein paar Tagen erst die Farm verlassen hatte um nach Waikiki zu gehen. Zufällig war sie genau im gleichen Bus gefahren und wollte wie wir die Wanderung machen! Also ging es zu fünft los, da sie mit zwei Freundinnen aus Lettland unterwegs war. Das nenne ich mal international!

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Die beiden Letten nutzten jeden Aussichtspunkt um gefühlt 1000 Fotos von sich zu schießen in den verschiedensten Posen. Das war schon eine Attraktion für sich!

Das Wetter war ziemlich hawaiianisch. Das heißt, die meiste Zeit war es sonnig aber zwischendrin gab es einige kurze aber starke Regenschauer. Irgendwann habe ich es aufgegeben jedes Mal meine Regenjacke ein- und auszupacken.

von sonnig...
von sonnig…
...zu sehr regnerisch!
…zu sehr regnerisch!

Diamond Head

Der Berg mit dem eleganten Namen befindet sich in der Nähe von Waikiki. Zweimal habe ich mich auf den Weg gemacht um die schöne Landschaft von der Spitze aus zu genießen. Beim ersten Mal war ich zusammen mit Yoshimi und meinem Vater dort und beim zweiten Mal mit den anderen Arbeitern von der Farm.

Nein, der Typ oben links in der Ecke gehört nicht zu uns..
Nein, der Typ oben links in der Ecke gehört nicht zu uns..

Von oben konnte ich auf Waikiki, weitere umliegende Stadtteile und den Krater schauen. Und natürlich auf das Meer! Das azurblaue endlose Wasser sah so schön und ruhig aus, dass ich am liebsten sofort reingesprungen oder mit einem der Segelboote mitgefahren wäre.

der Diamond Head Krater
der Diamond Head Krater

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Stattdessen stand ich verschwitzt zwischen einer Menge anderer Touristen auf dem Berg und versuchte einen möglichst guten Platz zu ergattern um die Landschaft betrachten zu können.

Waikiki
Waikiki
Blick auf Honolulu und das Meer
Blick auf Honolulu und das Meer

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18. August: Koko Head III.

Heute Vormittag war ich mal wieder mit Unkraut jäten und Tiere füttern beschäftigt. Da ich danach Zeit hatte, beschloss ich mit Yoshimi, der gerade Schulferien hat, den Koko Head Trail zu besteigen. Wir haben es diesmal in 18 Minuten hoch geschafft! Dafür, dass viele ca. 30 Minuten brauchen, bin ich echt stolz auf uns! Aber ich will jetzt nicht angeben oder so 😉.

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so ein schöner Ausblick!
so ein schöner Ausblick!
auf der Spitze des Koko Head
auf der Spitze des Koko Head

Danach sind wir zu einem kleinen Einkaufszentrum gelaufen. Zur Belohnung haben wir bei dem kleinen Hafen dort etwas gegessen.
Es war sehr schön wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen und zu hören wie es bei meinem Bruder läuft und wie es ihm geht!

nach der Anstrengung erstmal etwas Essen!
nach der Anstrengung erstmal etwas Essen!
kleiner Hafen
kleiner Hafen

17. August: Spuckende Höhle

Meine Arbeitsschicht begann heute erst um halb zwei, sodass ich Vormittags Zeit hatte. Da Martina, eine Arbeiterin aus Kanada auch erst später arbeiten musste, haben wir zusammen einen Ausflug gemacht.

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Ca. 45 Minuten sind wir bis zu einer Bucht namens Spitting Cave gelaufen. Obwohl es ein sehr ruhiger Tag war, prallten die Wellen so stark gegen die Felsen, dass es nur so schäumte. Als eine sehr große Welle gegen die Felsen krachte, sprühte auf einmal ein Schwall von Wasser zurück ins Meer. Ganz so als hätten die Felsen zurück gespuckt. Noch einige Male konnten wir dieses Naturspiel beobachten, welches wohl verantwortlich war für den Namen Spitting Cave.

spuckend...
spuckend…

Ab und zu nutzen einige Adrenalinjunkies die Felsen um mindestens sechs Meter tief in die tosenden Wellen zu springen. Es ist kein Kinderspiel, weil man schnell von den Wellen gegen die Felsen geworfen wird, während man versuchen muss an ihnen wieder hochzuklettern. Einige unwissende oder unvorsichtige Springer sind daran sogar schon gestorben. Das kann man an den Gedenktafeln auf den Felsen erkennen, die auf die Gefahr der Wellen hinweisen.

Heute waren keine lebensmüden Touristen bei der Bucht. Dafür eine Einheimische, mit der wir kurz ins Gespräch kamen. Sie erzählte uns von einem Mann, der mit seinem Hund auf den Felsen spazieren gegangen war. Unglücklicherweise lief er so nah am Rand entlang, dass eine hohe Welle ihn und den Hund in den Abgrund riss. Spätestens jetzt war ich mir sicher, dass ich hier nicht schwimmen gehen werde!

16. August: Wallys Farm

Seit Vorgestern bin ich in dem Ort Hawaii Kai auf einem Bauernhof. Hier werde ich die nächsten zwei Wochen arbeiten und dafür kostenlose Unterkunft und Verpflegung bekommen. Da ich nur fünf Stunden pro Tag arbeite und zweimal in der Woche frei habe, habe ich genug Zeit nebenbei Oahu weiter zu erkunden.

Meine Unterkunft besteht ab jetzt aus einem Zelt, dass ich mir mit einigen Ameisen teile, wie ich gestern festgestellt habe. Wegen eines Ameisenmittels sind es zwar nicht mehr so viele wie am Anfang aber meine Cremes und Duschutensilien werden die nächste Zeit wohl in Tüten verpackt bleiben.

Auf dem Hof lebt ein Ehepaar und noch einige weitere freiwillige Arbeiter, sodass ich hier selten alleine bin. Wenn ich nicht gerade anderen Arbeitern über den Weg laufe, dann zumindest einigen Hühnern oder Schweinen. Die Hähne sind morgens so laut, dass ich immer um 5 Uhr aus dem Schlaf gerissen werde. Ausschlafen werde ich hier wohl nicht.

direkt am Fuß des Koko Head Kraters
direkt am Fuß des Koko Head Kraters
Bananen aus dem Garten
Bananen aus dem Garten

Gestern hatte ich meine erste Arbeitsschicht, die aus Unkraut jäten und Tiere füttern bestand. Es war zwar keine schwere Arbeit aber durch die Sonne kam ich trotzdem ganz schön ins schwitzen.

Da der Koko Head direkt nebenan liegt, habe ich heute nach der Arbeit zum zweiten Mal die „Stufen des Verderbens“ bestiegen. Es war zwar nicht weniger anstrengend aber auch nicht weniger beeindruckend die Sonne hinter den Bergen untergehen zu sehen, während sich die Umgebung rötlich verfärbte. Da ich die letzten Tage ziemlich starkes Heimweh hatte, war dies eine wunderbare Ablenkung! 

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