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Big city life

Seit sieben Wochen bin ich nun schon in Sydney. Ursprünglich hatte ich geplant hier ca. einen Monat lang zu arbeiten und dann weiter zu fahren. Wie so oft auf der Reise haben sich meine Pläne geändert.

Hier in Sydney gefällt es mir momentan echt super! Ich habe einen Job in einem Sushi takeaway Shop, habe gute Freunde im Hostel gefunden und kann in meiner Freizeit Sydney erkunden, zum Strand fahren oder einfach im Hostel chillen.

Das hat mich auf die Idee gebracht einfach noch ein paar Monate in Sydney zu arbeiten und meine Reise um ein halbes bis ganzes Jahr zu verlängern. Somit hätte ich mehr Zeit und Geld zum Reisen und könnte viel mehr sehen als ursprünglich geplant!

Zudem mag ich Sydney echt gerne! Es ist sehr vielfältig und es gibt sehr vieles zu sehen und zu unternehmen. Es gibt hier tolle Strände und schöne Parks und Wiesen zum abhängen. Wenn man genug vom Trubel der Großstadt hat kann man in nur wenigen Stunden in die Blue Mountains oder andere Nationalparks fahren!

Hyde Park – schöner Park zum entspannen mitten in der Stadt und nur 10 Minuten vom Hostel entfernt

Vor drei Wochen ist auch Camille Nach Sydney gekommen und hat hier kurz gearbeitet. Unsere Wege kreuzen sich einfach immer wieder! Dafür haben sich Vickys und mein Weg leider wieder getrennt.

Obwohl es so viele Abschiede auf der Reise gibt ist es jedes mal wieder traurig. Dafür lernt man dann wieder neue Leute kennen, sodass es ein ständiger Wechsel ist! Es ist auf der einen Seite interessant und lustig aber auf der anderen Seite kann es auch manchmal anstrengend sein.
Daher ist es ganz angenehm hier im Hostel Freunde zu haben die wie ich noch etwas länger bleiben! Es fühlt sich fast so an als hätte ich hier ein „normales“ Leben! Unter der Woche arbeite ich und in meiner Freizeit und am Wochenende unternehme ich was mit Freunden.

 

Leben im Busch

Das Leben bei Jeff ist komplett anders als ich bisher in Australien gelebt habe. Sein Haus ist 30 Minuten Autofahrt vom nächsten Dorf entfernt und nur umgeben vom Wald.

Direkt am ersten Tag ging das Wasser aus, sodass ich ins Gebüsch pinkeln musste. Das Trinkwasser muss regelmäßig aus einem nahegelegenen Bach geholt werden, da das Leitungswasser nicht sauber genug ist.

da bekommen wir unser Trinkwasser her!
da bekommen wir unser Trinkwasser her!

Da wir mitten in der Natur leben ist es normal, dass wir regelmäßig von einer ca 1,5 m langen Guana-Eidechse oder faustgroßen Spinnen besucht werden.

Guana-Eidechse zu besuch
Guana-Eidechse zu besuch
unser Mitbewohner!
unser Mitbewohner!

Ich wohne hier mit acht weiteren Backpackern aus Korea, Belgien, Kanada, England und Deutschland. Und natürlich mit Jeff dem Besitzer. Ein ziemlich verrückter aber lustiger und entspannter Australier. Er besitzt ein großes Knoblauchfeld und unsere Aufgabe war es, den ganzen Knoblauch zu ernten und zu schälen. Ca. eineinhalb Wochen lang arbeiteten wir 10 Stunden pro Tag am Knoblauch um so schnell es geht fertig zu werden. Nach dem letzten Knoblauchtag waren wir sehr glücklich keinen Knoblauch mehr sehen zu müssen und endlich mal entspannen zu können!

so viel Knoblauch!!
so viel Knoblauch!!

Da die Hochsaison der Blaubeeren noch nicht begonnen hatte, gab es nur ca. 2 Tage pro Woche Arbeit. So gingen wir alle zusammen zum Strand, in die nächste Stadt Coffs Harbour oder blieben zuhause.

Blaubeerfarm
Blaubeerfarm

Kleine Pause

Nach Fraser Island ging es über einen kurzen Stop in Rainbow Beach an die sogenannte Sunshine Coast. Genauer gesagt nach Noosa einem kleinen Ferienort am Meer. Nach sechs Wochen herum reisen sehnte ich mich nach einer „Reisepause“ und Noosa schien mir als ein idealer Ort zum bleiben. Außerdem war ich etwas geschockt als ich festgestellt hatte, wieviel Geld ich in den letzten Wochen ausgegeben hatte. So entschied ich mich für eine Weile zu bleiben und nach einem Job zu suchen.
Als wir gerade im Hostel eincheckten, sah ich, dass das Hostel Arbeiter suchte für freie Unterkunft und Essen. Spontan entschied ich mich den Job zu nehmen und konnte schon am nächsten Tag anfangen.

Hostelmitarbeiter aus der ganzen Welt
Hostelmitarbeiter aus der ganzen Welt

Leider wollte Camille weiter nach Brisbane, sodass wir uns nach mehr als fünf Wochen in denen wir 24 Stunden am Tag zusammen verbracht haben trennen mussten. Es war sehr ungewohnt auf einmal wieder alleine zu sein und vor allem traurig, da wir in den vergangenen Wochen ziemlich gute Freundinnen  wurden.

Mein ursprünglicher Plan war es, einen Job in Noosa zu suchen aber da ich schon fünf Stunden pro Tag im Hostel arbeitete war es etwas schwer einen Job für nebenbei zu finden. Ich beschloss daher, einige Wochen in Noosa zu arbeiten und dann nach Brisbane zu gehen, um dort nach einem Job zu suchen.

einer von Noosas vielen schönen Stränden
einer von Noosas vielen schönen Stränden

Ich arbeitete in dem zum Hostel gehörenden Restaurant und war eine von ca. 12 Freiwilligen. Neben der Arbeit ging ich an den Strand, übte Surfen, ging zum nahe gelegenen Nationalpark, ging feiern oder entspannte einfach im Hostel. Mal mit Arbeitern vom Hostel oder mit Leuten die ich im Hostel kennenlernte.

ein bisschen Ruhe genießen abseits vom Trubel im Hostel
ein bisschen Ruhe genießen abseits vom Trubel im Hostel

Noosa war ein sehr schöner Ort mit einem kleinen Zentrum, einem sehr schönen langen Strand, einem Nationalpark in dem man Koalas, Wale, Delfine und Schildkröten sichten konnte und mit super netten Leuten!

Sonnenaufgang im Nationalpark beobachten
Sonnenaufgang im Nationalpark beobachten

16. August: Wallys Farm

Seit Vorgestern bin ich in dem Ort Hawaii Kai auf einem Bauernhof. Hier werde ich die nächsten zwei Wochen arbeiten und dafür kostenlose Unterkunft und Verpflegung bekommen. Da ich nur fünf Stunden pro Tag arbeite und zweimal in der Woche frei habe, habe ich genug Zeit nebenbei Oahu weiter zu erkunden.

Meine Unterkunft besteht ab jetzt aus einem Zelt, dass ich mir mit einigen Ameisen teile, wie ich gestern festgestellt habe. Wegen eines Ameisenmittels sind es zwar nicht mehr so viele wie am Anfang aber meine Cremes und Duschutensilien werden die nächste Zeit wohl in Tüten verpackt bleiben.

Auf dem Hof lebt ein Ehepaar und noch einige weitere freiwillige Arbeiter, sodass ich hier selten alleine bin. Wenn ich nicht gerade anderen Arbeitern über den Weg laufe, dann zumindest einigen Hühnern oder Schweinen. Die Hähne sind morgens so laut, dass ich immer um 5 Uhr aus dem Schlaf gerissen werde. Ausschlafen werde ich hier wohl nicht.

direkt am Fuß des Koko Head Kraters
direkt am Fuß des Koko Head Kraters
Bananen aus dem Garten
Bananen aus dem Garten

Gestern hatte ich meine erste Arbeitsschicht, die aus Unkraut jäten und Tiere füttern bestand. Es war zwar keine schwere Arbeit aber durch die Sonne kam ich trotzdem ganz schön ins schwitzen.

Da der Koko Head direkt nebenan liegt, habe ich heute nach der Arbeit zum zweiten Mal die „Stufen des Verderbens“ bestiegen. Es war zwar nicht weniger anstrengend aber auch nicht weniger beeindruckend die Sonne hinter den Bergen untergehen zu sehen, während sich die Umgebung rötlich verfärbte. Da ich die letzten Tage ziemlich starkes Heimweh hatte, war dies eine wunderbare Ablenkung! 

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