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Life is better at the beach

Die erste Augustwoche habe ich in Kobe verbracht. Abgesehen von zwei kurzen Ausflügen nach Kioto und Osaka. Unser Zimmer war zwar sehr klein aber dafür direkt am Strand, sodass der erste Blick morgens aus dem Fenster das Meer war! Abends konnte man das Meer rauschen hören… Und die Züge, die ab und zu vorbeirasten.

Bei einem Outlet-Center in der Nähe gab es einen Eisladen, bei dem wir uns eine kleine Erfrischung gegönnt haben. Während der Zubereitung wurden wir von den Verkäufern gefragt, ob es okay sei wenn sie singen würden. Ja, richtig gelesen, SINGEN! Etwas irritiert haben wir es ihnen „erlaubt“ und schon ging es los. Die beiden Verkäufer sangen irgendein englisches Lied mit stark japanischem Akzent, sodass ich nichts verstanden habe, während sie uns anlächelten und die Eiskugeln verzierten. So ein musikalischer Eisladen ist sogar für Japan verrückt! Aber amüsant war es allemal.

Am letzten Abend waren wir mit meinen Großeltern wieder bei einem Bonodori-Fest. Bei dem vorgeführten Bonodori-Tanz werden die Zuschauer immer eingeladen mitzutanzen. Der Tanz ist nicht sonderlich schwer aber man sollte schon die ungefähren Bewegungen kennen. Mein Opa dachte sich, dass geht auch ohne jegliche Tanzkenntnis und hat einfach mitgetanzt. Dass heißt, er hat seine Arme ein bisschen hin und her bewegt, während er den anderen im Kreis hinterher gelaufen ist. Sah schon sehr lustig aus…

mein tanzender Opa...
mein tanzender Opa…
Bonodori-Tanz
Bonodori-Tanz

Abgesehen von Einkaufen und Familie treffen, habe ich die Zeit hauptsächlich mit Baden und Essen verbracht. Es tat ganz gut, mal nicht jeden tag etwas zu besichtigen, denn auf die Dauer wird das schon etwas anstrengend.

22. Juli Familientreffen, Sommerfest, Essen

Gestern waren wir in Kobe einige Verwandten aus der Familie meiner Mutter besuchen. Dort wohnt auch die Familie von meinem Vater, daher werden wir Anfang August nochmal dort hin gehen. 

Mit unseren Verwandten haben wir in einem Restaurant gegessen, in dem ein Großcousin von mir arbeitet. Es war für uns alle ein ziemlich großes Mehrgängemenü vorbestellt. Jedes Mal als ich dachte, dass ich satt bin, kam ein neuer Gang. Bis zum letzten Gang war ich schon so satt, dass wirklich nichts mehr rein passte. Dass dachte ich zumindest bis ich das Nachtisch-Menü gesehen habe. Nach dem Treffen mit den Verwandten war ich auf jeden Fall sehr sehr satt und voll. Dass kommt in Japan aber ziemlich häufig vor. Zum einen gibt es immer super leckeres Essen und zum anderen werden wir von unserer Familie auch mega verwöhnt. Ich finde, dass könnte immer so sein. Klar, will ich eigentlich auf meine Figur achten, da ich die nächste Zeit häufig am Meer sein werde und so. Aber bei gutem Essen kann ich einfach nicht Nein sagen…😁

Heute Abend zurück in Chiba haben wir zufällig gesehen, dass ein Bonodori-Fest in der Nähe stattfindet. Das ist ein Sommerfest bei dem man die Rückkehr der Seelen der Ahnen feiert. Häufig zieht man zu diesem Fest einen Yukata (Kimono für den Sommer) an. Daher wurden mein Bruder und ich dazu überredet, einen anzuziehen. Erst habe ich mich etwas unwohl gefühlt, weil es so ungewohnt war. Das letzte mal, dass ich einen Yukata anhatte war schon ziemlich lange her. Aber nach einer Weile habe ich sogar Gefallen daran gefunden. Ich finde es schön, dass es noch regelmäßig traditionelle Feste mit traditioneller Kleidung in Japan gibt. Denn mir ist aufgefallen, dass es in Deutschland eher seltener vorkommt.
Zum Abendessen gab es Sushi von meinem Onkel. Meiner Meinung nach das Beste auf der Welt! 😍

Mein Bruder und ich im Yukata
Mein Bruder und ich im Yukata…
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…Nein, die Nike-Badelatschen meines Bruders gehören eigentlich nicht zum Outfit
Trommelspieler
Trommelspieler