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Weihnachten mal anders!

In Australien feiert man Weihnachten erst am 25. Dezember. Vicky und ich wollten aber als “Deutsche” schon am 24. ein bisschen feiern. In der Zeit kurz vor Weihnachten habe ich zum ersten Mal während meiner Reise das deutsche Wetter vermisst! Bei 30 Grad, ohne Weihnachtsmärkte, Kälte und warme Pullis kommt einfach keine Weihnachtsstimmung auf…

An Heiligabend liefen wir eine Stunde an der Küste entlang bis zu Byrons berühmten Leuchtturm. Dort setzten wir uns auf eine Bank mit Meerblick und aßen entspannt unser mitgebrachtes Abendessen, während wir redeten, Musik hörten und das Meer beobachteten. Zu diesem Anlass hatten wir uns sogar extra einen Kuchen gekauft, den wir als Nachtisch aßen. Das ist schon Luxus als Backpacker! Trotz des geringen Aufwands war es ein super schöner Heilig Abend!

Byrons Leuchtturm

Am nächsten Tag wollten wir wie die Aussies Weihnachten feiern. Das bedeutet mit Freunden ein BBQ am Strand haben. Der Tag fing leider mit so starkem Regen an, dass man nur wenige Sekunden raus musste um komplett nass zu werden! Um uns wegen des Regens nicht den Tag verderben zu lassen, gingen wir mit unseren beiden Zimmergenossinnen und Nikolausmützen in den Hostel-Pool. Nass wurden wir eh und kalt war es zum Glück nicht.

Da ein BBQ am Strand bei dem Wetter wenig Sinn macht, beschlossen wir mit unseren Freunden bei uns im Hostel ein BBQ zu machen.

Grillmaster!

Aufgrund des Regens hatten sich wohl alle im Hostel das Gleiche gedacht. So wurden wir eine immer größere Gruppe. Als gegen Abend bei leckerem Essen (und Trinken ;-)) und guter Musik das ganze Hostel zusammen saß, fingen die ersten an zu tanzen. Am Ende tanzte und sang das ganze Hostel zusammen alles von “All I want for Christmas…” bis zur neusten Charts-Musik! Da wir ab 23.00 Uhr leise sein mussten, gingen wir alle zusammen zum Strand und ließen dort den Abend ausklingen.

Im Endeffekt hatte der Regen das ganze Hostel zusammen gebracht und uns allen ein sehr ungewöhnliches aber wunderschönes Weihnachtsfest geschenkt! Ich glaube, es war sogar einer der schönsten Tage auf meiner bisherigen Reise!

Weihnachtsessen

Hippiedorf

Byron Bay ist als ein Hippiedorf unter den Backpackern bekannt. Schon an unserem ersten Abend dort fiel es uns auf. Da es im Nachbarort ziemlich gewitterte setzten wir uns an eine Wiese am Strand und beobachteten die Blitze über dem Meer. Es sah echt faszinierend aus wie hin und wieder der Himmel an einer Stelle komplett erhellt wurde!

Auf der Wiese saßen mehrere kleine Grüppchen und aßen und tranken zusammen. Es herrschte eine sehr schöne ausgelassene Stimmung. Das wurde noch unterstrichen als ein Typ, von seiner Gitarre und der Trommel seines Freundes begleitet, anfing zu singen. Irgendwann fingen einige Leute an zu tanzen und nach und nach kamen immer mehr dazu, sodass es  am Ende aussah wie ein kleines Konzert. Der Abend zeigte uns perfekt was für eine entspannte, schöne und ausgelassenen Atmosphäre uns in den nächsten Tagen erwartete!

Zugegeben, am nächsten Tag ging es nicht so entspannt vor. Gegen 14:00 Uhr trafen wir uns mit Brian  und seiner Mitarbeiterin, die uns auf den nächstgelegenen Hügel brachten. Je höher wir fuhren, desto aufgeregter wurden Vicky und ich. In wenigen Minuten sollten wir von diesem Hügel abfliegen! Im Auto erzählte uns Brian von einem Unfall der erst vor kurzem passiert war, da jemand beim Abflug ausgerutscht war und daher ins Krankenhaus musste. Das half leider nicht unsere Aufregung und Angst zu lindern.

Wir hatten nämlich vor einer Woche einen Hanggliding-Flug gebucht. Dass heißt wir sollten ähnlich wie beim Paragliding an einem Schirm hängend durch die Luft fliegen. Als ich an der Rampe für den Abflug stand und in die Tiefe unter mir schaute, wurde mir nochmal sehr deutlich, dass ich Höhenangst hatte!

Nach einer gefühlten Ewigkeit in der wir warten mussten bis der Wind sich etwas legte, rannten wir dem Abgrund entgegen… Noch bevor ich ans Abstürzen denken konnte, befanden wir uns schon in der Luft! Als ich die Küste Byrons und den Wald unter mir sah kam mir alles surreal vor. Es war ein ganz unbekanntes Gefühl so hoch in der Luft zu fliegen, dass meine Höhenangst überhaupt keine Rolle spielte! So fühlt sich also Fliegen an…!

so glücklich bei der Landung!
Hanggliding