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Hostelleben im „The Strand Hotel“

Mittlerweile lebe ich schon fast vier Monate in Sydney und davon dreieinhalb im The Strand Hotel! Kaum zu glauben, dass ich es so lange hier ausgehalten habe!

Die Küche sieht regelmäßig so aus als wäre sie ein Jahr lang nicht geputzt worden. Dass heißt dreckiges Geschirr stapelt sich im Waschbecken in dem das Wasser schon fast überläuft, da es von den vielen Essensresten verstopft ist. Wenn man Glück hat gibt es noch Spülmittel, mit dem man sich einen der beiden Töpfe zum Kochen spülen kann.

da hat man doch richtig Motivation abzuspülen!

Dass die Bäder nicht viel besser sind, kann man sich wahrscheinlich schon denken. In den Duschkabinen verbreitet sich langsam aber sicher der Schimmel und die Waschbecken sind regelmäßig mit Make-up eingeschmiert.

Kommen wir mal zu den Zimmern. Durch den Teppichboden fällt nicht so sehr auf wie dreckig er eigentlich ist aber regelmäßig finde ich riesige Haarbüschel an meinen Sachen, die definitiv nicht von mir sind!

Abendessen auf dem leckeren Zimmerboden…

Ansonsten sind die Zimmer eigentlich in Ordnung aber ab und zu findet man ein verschimmeltes Hühnchen im Schrank. Ich übertreibe leider nicht! Vor kurzem hat es ca 2 Wochen lang in unserem Zimmer sehr ekelhaft gestunken wobei der Geruch mit der Zeit schlimmer wurde. Sogar so schlimm, dass sich ein Mädchen beschwerte und das Zimmer wechselte. Wir versuchten die ganze Zeit herauszufinden woher der Gestank kam aber konnten nichts finden. Irgendwann entdeckten wir „glücklicherweise“ ein verschimmeltes Hühnchen in einem der Spinte! Wenigstens war es in einer Tüte verpackt gewesen, sonst hätte es noch die ganzen Kakerlaken angelockt!

das passiert wenn man ein stinkendes Hühnchen im Zimmer hat!

Wobei die einem auch ohne Essen mal gerne einen Besuch abstatten. Die kommen sogar ins Bett! Ich bin einmal mitten in der Nacht wach geworden weil mir eine Kakerlake über das Bein gelaufen ist!

Das Ganze hört sich jetzt wahrscheinlich ziemlich schlimm an aber irgendwie mag ich das Hostel. Es sind vor allem die Leute hier, die mich davon abhalten woanders hinzuziehen. Jeden Abend sitzen wir nach der Arbeit zusammen und reden, trinken, essen und hören Musik und am Wochenende gehen wir feiern oder unternehmen etwas!

die Hostelfamilie!!

Nur ab und zu sind ein paar seltsame Leute hier. Sobald sie aber mit einem Messer auf jemanden zu gehen oder mit dem Feuerlöscher in das Gesicht eines Mädchens sprühen werden sie aus dem Hostel geworfen.

so sieht der Flur aus wenn jemand mit dem Feuerlöscher herumspielt…

Trotz der vielen Macken oder gerade auch deswegen fühle ich mich in dem Hostel fast wie Zuhause!

Dachterrase

Kleine Pause

Nach Fraser Island ging es über einen kurzen Stop in Rainbow Beach an die sogenannte Sunshine Coast. Genauer gesagt nach Noosa einem kleinen Ferienort am Meer. Nach sechs Wochen herum reisen sehnte ich mich nach einer „Reisepause“ und Noosa schien mir als ein idealer Ort zum bleiben. Außerdem war ich etwas geschockt als ich festgestellt hatte, wieviel Geld ich in den letzten Wochen ausgegeben hatte. So entschied ich mich für eine Weile zu bleiben und nach einem Job zu suchen.
Als wir gerade im Hostel eincheckten, sah ich, dass das Hostel Arbeiter suchte für freie Unterkunft und Essen. Spontan entschied ich mich den Job zu nehmen und konnte schon am nächsten Tag anfangen.

Hostelmitarbeiter aus der ganzen Welt
Hostelmitarbeiter aus der ganzen Welt

Leider wollte Camille weiter nach Brisbane, sodass wir uns nach mehr als fünf Wochen in denen wir 24 Stunden am Tag zusammen verbracht haben trennen mussten. Es war sehr ungewohnt auf einmal wieder alleine zu sein und vor allem traurig, da wir in den vergangenen Wochen ziemlich gute Freundinnen  wurden.

Mein ursprünglicher Plan war es, einen Job in Noosa zu suchen aber da ich schon fünf Stunden pro Tag im Hostel arbeitete war es etwas schwer einen Job für nebenbei zu finden. Ich beschloss daher, einige Wochen in Noosa zu arbeiten und dann nach Brisbane zu gehen, um dort nach einem Job zu suchen.

einer von Noosas vielen schönen Stränden
einer von Noosas vielen schönen Stränden

Ich arbeitete in dem zum Hostel gehörenden Restaurant und war eine von ca. 12 Freiwilligen. Neben der Arbeit ging ich an den Strand, übte Surfen, ging zum nahe gelegenen Nationalpark, ging feiern oder entspannte einfach im Hostel. Mal mit Arbeitern vom Hostel oder mit Leuten die ich im Hostel kennenlernte.

ein bisschen Ruhe genießen abseits vom Trubel im Hostel
ein bisschen Ruhe genießen abseits vom Trubel im Hostel

Noosa war ein sehr schöner Ort mit einem kleinen Zentrum, einem sehr schönen langen Strand, einem Nationalpark in dem man Koalas, Wale, Delfine und Schildkröten sichten konnte und mit super netten Leuten!

Sonnenaufgang im Nationalpark beobachten
Sonnenaufgang im Nationalpark beobachten