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Zurück zur Zivilisation

Nach einem Monat in Jeffs Haus neigte sich mein Aufenthalt hier dem Ende zu. Etwas traurig war ich schon… Ich verstand mich super mit meinen Mitbewohnern und die Arbeit auf der Blaubeerfarm war leicht verdientes Geld. Ich freute mich jedoch auch wieder in einer richtigen Stadt zu wohnen, Handyempfang zu haben und nicht 20 Minuten mit dem Auto vom nächsten Supermarkt entfernt zu sein. Und vor allem freute ich mich darauf meine beste Freundin Vicky aus Deutschland wieder zu sehen!

Für meinen letzten Abend veranstalteten wir eine Beachparty mit meinen Mitbewohnern und Freunden von der Blaubeerfarm. Es war sehr schön mit allen noch einmal zu feiern bevor ich ging.  Wir blieben extra die ganze Nacht wach, bis mich mein Bus um vier Uhr morgens (!) Richtung Brisbane fuhr.

Lagerfeuer
Lagerfeuer
letzter Abend: Holz sammeln für ein Lagerfeuer am Strand
letzter Abend: Holz sammeln für ein Lagerfeuer am Strand
letzter Abend
letzter Abend

Da Vicky frisch nach Australien kam, zeigte ich ihr in ihren ersten Tagen Brisbane. Da wir jedoch nicht so viel zeit zusammen hatten blieben wir nicht lange, sondern fuhren weiter in den Süden.

Picknick im Roma Street Park
Picknick im Roma Street Park
Wiedersehen mit Camille!
Wiedersehen mit Camille!
Weihnachtsstimmung bei 30 Grad
Weihnachtsstimmung bei 30 Grad

Leben im Busch

Das Leben bei Jeff ist komplett anders als ich bisher in Australien gelebt habe. Sein Haus ist 30 Minuten Autofahrt vom nächsten Dorf entfernt und nur umgeben vom Wald.

Direkt am ersten Tag ging das Wasser aus, sodass ich ins Gebüsch pinkeln musste. Das Trinkwasser muss regelmäßig aus einem nahegelegenen Bach geholt werden, da das Leitungswasser nicht sauber genug ist.

da bekommen wir unser Trinkwasser her!
da bekommen wir unser Trinkwasser her!

Da wir mitten in der Natur leben ist es normal, dass wir regelmäßig von einer ca 1,5 m langen Guana-Eidechse oder faustgroßen Spinnen besucht werden.

Guana-Eidechse zu besuch
Guana-Eidechse zu besuch
unser Mitbewohner!
unser Mitbewohner!

Ich wohne hier mit acht weiteren Backpackern aus Korea, Belgien, Kanada, England und Deutschland. Und natürlich mit Jeff dem Besitzer. Ein ziemlich verrückter aber lustiger und entspannter Australier. Er besitzt ein großes Knoblauchfeld und unsere Aufgabe war es, den ganzen Knoblauch zu ernten und zu schälen. Ca. eineinhalb Wochen lang arbeiteten wir 10 Stunden pro Tag am Knoblauch um so schnell es geht fertig zu werden. Nach dem letzten Knoblauchtag waren wir sehr glücklich keinen Knoblauch mehr sehen zu müssen und endlich mal entspannen zu können!

so viel Knoblauch!!
so viel Knoblauch!!

Da die Hochsaison der Blaubeeren noch nicht begonnen hatte, gab es nur ca. 2 Tage pro Woche Arbeit. So gingen wir alle zusammen zum Strand, in die nächste Stadt Coffs Harbour oder blieben zuhause.

Blaubeerfarm
Blaubeerfarm

Von der Großstadt zum Bauernhof

Eine Woche verging in Brisbane ohne das ich einen Job fand. Ich hatte gefühlt 1000 Bewerbungen online geschrieben und hatte 30 Lebensläufe direkt in Geschäften abgegeben. Eigentlich wollte ich gerne in Brisbane arbeiten aber da ich nichts fand, fing ich nun an auch nach Farmarbeit zu suchen. Nach einigen Tagen erstellte ich eine Anzeige im Internet, dass ich nach einem Farmjob suchte.

Schon am nächsten Tag bekam ich einen Anruf von Jeff. Er bot mir an auf seiner Knoblauchfarm für freie Unterkunft und Essen zu arbeiten, während ich gleichzeitig einen bezahlten Job auf einer Blaubeerfarm bekommen würde. Am selben Tag buchte ich den Bus für den nächsten Tag.

ein Freund der mich zum Busbahnhof gebracht hat
ein Freund der mich zum Busbahnhof gebracht hat

Zwei Stunden vor der Abreise bekam ich auf einmal Panik. Ich würde abends wenn es schon dunkel ist in einem kleinen Dorf ankommen und dann von Jeff zu seiner Farm irgendwo im Busch gebracht werden… Was ist wenn Jeff gar keine Farm hat und irgendein unheimlicher Typ ist? Schließlich hatte ich bisher nur am Telefon mit ihm gesprochen und nie eine Webseite oder eine Anzeige von ihm gesehen. Ich wusste weder seinen Nachnamen noch seine Adresse. Also rief ich ihn an und fragte nach einem Beweis, dass er wirklich einen Hof hatte. Daraufhin gab er mir ein deutsches Mädchen zu sprechen, was gerade auf seinem Hof arbeitete und sie versicherte mir das alles gut war! So konnte ich beruhigt Brisbane verlassen!