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18. August: Koko Head III.

Heute Vormittag war ich mal wieder mit Unkraut jäten und Tiere füttern beschäftigt. Da ich danach Zeit hatte, beschloss ich mit Yoshimi, der gerade Schulferien hat, den Koko Head Trail zu besteigen. Wir haben es diesmal in 18 Minuten hoch geschafft! Dafür, dass viele ca. 30 Minuten brauchen, bin ich echt stolz auf uns! Aber ich will jetzt nicht angeben oder so 😉.

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so ein schöner Ausblick!
so ein schöner Ausblick!
auf der Spitze des Koko Head
auf der Spitze des Koko Head

Danach sind wir zu einem kleinen Einkaufszentrum gelaufen. Zur Belohnung haben wir bei dem kleinen Hafen dort etwas gegessen.
Es war sehr schön wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen und zu hören wie es bei meinem Bruder läuft und wie es ihm geht!

nach der Anstrengung erstmal etwas Essen!
nach der Anstrengung erstmal etwas Essen!
kleiner Hafen
kleiner Hafen

16. August: Wallys Farm

Seit Vorgestern bin ich in dem Ort Hawaii Kai auf einem Bauernhof. Hier werde ich die nächsten zwei Wochen arbeiten und dafür kostenlose Unterkunft und Verpflegung bekommen. Da ich nur fünf Stunden pro Tag arbeite und zweimal in der Woche frei habe, habe ich genug Zeit nebenbei Oahu weiter zu erkunden.

Meine Unterkunft besteht ab jetzt aus einem Zelt, dass ich mir mit einigen Ameisen teile, wie ich gestern festgestellt habe. Wegen eines Ameisenmittels sind es zwar nicht mehr so viele wie am Anfang aber meine Cremes und Duschutensilien werden die nächste Zeit wohl in Tüten verpackt bleiben.

Auf dem Hof lebt ein Ehepaar und noch einige weitere freiwillige Arbeiter, sodass ich hier selten alleine bin. Wenn ich nicht gerade anderen Arbeitern über den Weg laufe, dann zumindest einigen Hühnern oder Schweinen. Die Hähne sind morgens so laut, dass ich immer um 5 Uhr aus dem Schlaf gerissen werde. Ausschlafen werde ich hier wohl nicht.

direkt am Fuß des Koko Head Kraters
direkt am Fuß des Koko Head Kraters
Bananen aus dem Garten
Bananen aus dem Garten

Gestern hatte ich meine erste Arbeitsschicht, die aus Unkraut jäten und Tiere füttern bestand. Es war zwar keine schwere Arbeit aber durch die Sonne kam ich trotzdem ganz schön ins schwitzen.

Da der Koko Head direkt nebenan liegt, habe ich heute nach der Arbeit zum zweiten Mal die „Stufen des Verderbens“ bestiegen. Es war zwar nicht weniger anstrengend aber auch nicht weniger beeindruckend die Sonne hinter den Bergen untergehen zu sehen, während sich die Umgebung rötlich verfärbte. Da ich die letzten Tage ziemlich starkes Heimweh hatte, war dies eine wunderbare Ablenkung! 

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Koko Head – Stufen des Verderbens…

…genau so wird der Berg bezeichnet, den wir heute bestiegen haben. Vom Koko Head aus kann man auf die umliegende Landschaft und das Meer schauen. Der einzige Weg dorthin ist eine lange Aneinanderreihung von schiefen ungleichen Stufen. Es dauert zwar nur 20 Minuten aber die reichten aus um mich völlig aus der Puste zu bringen. Zwischendrin war es so anstrengend, dass ich kurz anhalten und mich ausruhen musste. An einer Stelle gab es quasi so etwas wie Bahngleise ohne Boden darunter. Das heißt, man musste von einem Holzbalken zum nächsten laufen und teilweise springen (!) ohne in die mindestens 60cm (!) breiten Lücken zu fallen. Das war echt schlimm für mich mit Höhenangst. Sogar mein Bruder der keine Höhenangst hat, fand diese Stelle gruselig.

Aber all die Angst und Anstrengung hatte sich gelohnt, als ich erst einmal oben angekommen war und die schöne Aussicht genießen konnte. Oben auf der Spitze kam mir ein Typ entgegen, der mir einfach high-five hingehalten hat und meinte „you got it“.

Wir hatten ein perfektes Timing, denn die Sonne ging gerade unter als wir oben angekommen sind. Die Sonne ging hinter einem Berg unter und verfärbte dabei das umgebende Tal und das Meer in verschiedene Rot- und Orangetöne. Ein wirklich schöner Anblick, bei dem man glatt vergisst wie klebrig und verschwitzt man gerade ist!

perfekt zum Sonnenuntergang oben
perfekt zum Sonnenuntergang oben

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Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

Danach kommt aber noch der Rückweg, der leider nicht viel angenehmer ist. Ich habe bei ihm genauso viel geschwitzt wie auf dem Hinweg. Man muss durchgehend aufpassen nicht auszurutschen und zwischendrin haben sogar meine Beine schon vor lauter Anstrengung gezittert. Es ist zwar eine andere Anstrengung als auf dem Hinweg weil es nicht mehr auf die Kondition geht aber es ist eine Anstrengung!

und alle Stufen wieder runter...
und alle Stufen wieder runter…

Dafür habe ich mich umso besser gefühlt als ich unten angekommen bin und hinter mich auf die Stufen geschaut habe! Ich denke, ich werde es noch ein paar mal machen solange ich hier bin, auch wenn es so anstrengend ist. Oder gerade deswegen… Es ist ein sehr gutes Training und man wird für die Anstrengung belohnt!