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Blue Mountains

Die Blue Mountains sind zwei Stunden von der Stadt entfernt.  Es ist ein großer Nationalpark mit vielen schönen (und anstrengenden) Wanderwegen durch die blauen Berge. Die Berge erscheinen tatsächlich blau, aufgrund von den Abdünsten der Eukalyptusbäumen.

Als ich zum ersten Mal die Blue Mountains gesehen habe war ich echt beeindruckt! Es sieht aus wie eine riesengroße, weite, unendliche Schlucht bedeckt mit bläulichen Wäldern!

Das erste Mal war ich mit Vicky und Pia einer Freundin die ich in Noosa kennengelernt habe dort und beim zweiten Mal mit Camille. Es war jedes Mal beeindruckend aber auch anstrengend, vor allem in der Hitze!

 

Diamond Head

Der Berg mit dem eleganten Namen befindet sich in der Nähe von Waikiki. Zweimal habe ich mich auf den Weg gemacht um die schöne Landschaft von der Spitze aus zu genießen. Beim ersten Mal war ich zusammen mit Yoshimi und meinem Vater dort und beim zweiten Mal mit den anderen Arbeitern von der Farm.

Nein, der Typ oben links in der Ecke gehört nicht zu uns..
Nein, der Typ oben links in der Ecke gehört nicht zu uns..

Von oben konnte ich auf Waikiki, weitere umliegende Stadtteile und den Krater schauen. Und natürlich auf das Meer! Das azurblaue endlose Wasser sah so schön und ruhig aus, dass ich am liebsten sofort reingesprungen oder mit einem der Segelboote mitgefahren wäre.

der Diamond Head Krater
der Diamond Head Krater

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Stattdessen stand ich verschwitzt zwischen einer Menge anderer Touristen auf dem Berg und versuchte einen möglichst guten Platz zu ergattern um die Landschaft betrachten zu können.

Waikiki
Waikiki
Blick auf Honolulu und das Meer
Blick auf Honolulu und das Meer

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30. Juli: Auf dem Weg der Samurai

Old but gold. Eine passende Bezeichnung für die beiden japanischen Städte Magome und Tsumago. Die meisten Häuser der beiden Städte wurden im 18. Jahrhundert in der Edo-Zeit gebaut. Um ihren alten Flair zu behalten (und Touristen anzulocken) wurden die Häuser restauriert. So kann man durch alte Gassen laufen, die so aussehen wie zu der Zeit der Samurai. Es wurden sogar extra die Strommasten versteckt um die Städte möglichst original aussehen zu lassen. (Normalerweise sieht man sie überall in den Städten.)

Es sieht echt sehr schön aus und man kann förmlich die Samurai und Fürsten durch die Straßen laufen sehen.

Tsumago
Tsumago

Die beiden Städte liegen auf dem Nakasendo, ein Weg der früher zum Sitz des obersten Generals (Shogun) führte. Wir sind einen Teil dieses Wegs gelaufen. Er führt durch alte Städte, Reisfelder und Wälder. Auch zwei Wasserfälle liegen auf dem Weg. In regelmäßigen Abständen gab es kleine Glocken am Wegesrand, mit der Warnung vor Bären. Ich hätte echt gerne welche in freier Natur gesehen!
Zwischendrin gab es eine kleine Raststätte bei der man kostenlos Tee bekommen hat. Der freiwillige Arbeiter dort hat uns erzählt, dass es neuerdings Bärenangriffe auf Menschen gab, bei denen letztere gegessen wurden! Von da an wollte ich dann keine Bären mehr sehen und habe dann doch immer schön laut die Klingel geklingelt.

Bärenklingel
Bärenklingel

29. Juli: Wolken sind der neue Fuji!

Seit einigen Tagen sind mein Bruder und ich nun mit meinem Papa unterwegs. Bevor es nach Kobe zu unseren Großeltern geht, werden wir eine Woche lang herum reisen.
Am Mittwoch ging es nach Fujinomiya, einer Stadt direkt am Fuß des Fujis. Da sind wir schon so nah am Fuji und können ihn trotzdem nicht sehen. Dafür jede menge Wolken! Ein Trost waren immerhin zwei schöne Wasserfälle.

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Gestern ging es nach Mitake Shosenkyo, eine von Japans schönsten Schluchten. Dort sind wir mit dem Bus ein Stück den Yasaburoudake-Berg hochgefahren und mit der Seilbahn bis auf die Spitze. Von oben hatte man einen sehr schönen Ausblick auf das umliegende Gebirge. Bei gutem Wetter ist es auch ein idealer Ort um den Fuji zu sehen. Wir durften stattdessen wieder Wolken betrachten. Ich muss mich wohl damit abfinden, dass ich den Fuji diesmal nicht sehen werde…

schöner Blick auf die Umliegende Landschaft
schöner Blick auf die Umliegende Landschaft

In der Gegend gibt es viele Edelsteine und Kristalle, welche am Straßenrand verkauft werden. Ein Verkäufer wollte uns einreden, dass die Steine besondere Energie abgeben, wenn man sie berührt. Um uns zu überzeugen sollte mein Bruder seine linke Hand auf einen Stein legen und mit dem rechten Daumen und Zeigefinger einen Kreis formen. Anschließend hat der Verkäufer versucht die beiden Finger auseinander zu ziehen. Das Gleiche hat er ein zweites Mal gemacht, diesmal ohne dass mein Bruder den Stein berührt hat. Mysteriöserweise ist es dem Verkäufer nicht gelungen die beiden Finger auseinander zu ziehen, als mein Bruder den Stein berührt hat. Das muss wahrlich an der Energie des Steins liegen! Oder?!

ein energiespendender Stein
ein energiespendender Stein

Von der Seilbahnstation aus sind wir runter ins Tal gelaufen. Der Weg führte entlang des Alakawa-Flusses, durch das Gebirge. Es gab immer wieder Hinweise auf besonders geformte Steine im Fluss. Da waren zum Beispiel ein Affe, eine Robbe, Tofustücke (?!) oder ein Kamel. Ich will ja nichts sagen aber bei manchen Figuren brauchte man schon sehr viel Fantasie um sie zu erkennen… An einer Stelle gab es einen großen Stein auf dem ein sehr kleiner ballförmiger Stein lag. Es sah sehr interessant aus. Wie er wohl dort hingekommen ist?

ein kleiner Stein auf einem großen Stein
ein kleiner Stein auf einem großen Stein
Bär-Stein
Bär-Stein
selbst entdeckter Fuji-Stein
selbst entdeckter Fuji-Stein

Am beeindruckendsten fand ich wie groß die Steine im Fluss waren. Sie mussten alle mal von den Felsen oben runtergefallen sein. Eine ziemlich faszinierende Vorstellung. Wie das wohl ausgesehen haben muss…

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Auf dem Weg sind wir an einer kleinen Baustelle vorbeigekommen. Da wurde ernsthaft jemand dafür bezahlt neben der Baustelle zu stehen und auf diese aufmerksam zu machen! Gut, dass der Typ da stand, sonst hätten wir sie so mitten auf der Straße glatt übersehen…

26. Juli: Boxen und Riesenbuddha

Gestern war der letzte richtige Tag in Chiba und mit der Familie meiner Mutter. Mittags hat mein Onkel mich und meinen Bruder zum Boxtraining mitgenommen. Der Trainer ist ein guter Freund von meinem Onkel und hat sogar 1992 an der Olympiade in Barcelona teilgenommen. Ich fand es gut mal wieder richtig Sport zu machen, weil das auf Reisen für mich immer ziemlich schwer ist. Bisher war ich erst einmal Joggen, obwohl ich mir vorgenommen hatte jeden zweiten oder dritten Tag zu gehen. Hätte ich mir aber auch vorher denken können, dass es nicht so gut klappen wird mit dem Sport 😉. Nach dem Training ging es in einen Onsen, was wieder sehr entspannend war.

Mein Onkel gegen den Trainer
Mein Onkel gegen den Trainer

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Abends sind wir auf Mamas Wunsch alle zusammen zum Karaoke gegangen. Das gehört wie Sushi zu einem Japanbesuch dazu. Meistens ist es so, dass meine Mutter die ganze Zeit singt und alle anderen hören gelangweilt zu. Na gut, das ist etwas übertrieben ;-).

Heute haben wir vor dem Abschied mit meiner Mutter noch eine kleine Wanderung gemacht. Der sogenannte Daibutsu-Wanderweg liegt in Kamakura, nahe Tokyo. Sie führt durch eine sehr schöne Natur und vorbei an vielen Tempeln und Schreinen. Bei einem Schrein konnte man sein Geld mit Quellwasser waschen, um in Zukunft sein Vermögen zu vermehren. Versuchen kann man es ja mal…

Geld waschen...
Geld waschen…

Am Ende der Wanderung sind wir zum Daibutsu, einer großen Buddhastatue gekommen. Sie war sehr beeindruckend und hat mir gut gefallen.

der Daibutsu - Riesenbuddha
der Daibutsu – Riesenbuddha
die (ungleichen) Schuhe des Daibutsu
die (ungleichen) Schuhe des Daibutsu

Aus dem Zug haben wir noch eine Statue gesehen. Plötzlich ragte aus den Wäldern der Kopf einer weißen Figur heraus. Sie war nicht weniger beeindruckend als der Daibutsu aber leider sind wir nur kurz an ihr vorbei gefahren.